Weltweit 

Das Gletschermobil

In der arktischen Wüste Islands kommt man mit herkömmlichen Fahrzeugen nicht weit. Daher setzt Addi Hermannsson auf umgebaute MAN-Lkw, um Touristen den zweitgrößten Gletscher des Landes zu zeigen.

MAN-Lkw unterwegs in der arktischen Wüste Islands

Arngrímur Hermannsson, der von allen nur „Addi“ genannt wird, ist das, was man einen Pionier nennt. Als 18-Jähriger rettete er Verunglückte aus Gletscherspalten, in den 1970ern durchquerte er Island auf Ski – und heute bringt er Touristen mit drei umgebauten MAN-Lkw durch unwegsames Gelände, Schnee und Eis auf den Langjökull, einen Gletscher im Westen Islands.

Umgebauter MAN-Lkw als Gletschermobil in Island

„Die MAN sind als Busse registriert, obwohl sie eigentlich Lkw sind“, erzählt Addi. Die Gefährte sind spektakulär, drei Meter breit, vier Meter hoch, fast 14 Meter lang und mit Reifen, die selbst dem 1,90 Meter großen Addi bis zur Brust reichen. Die acht Reifen sind der Grund, warum die Passagiere von der holprigen Fahrt über Sand, Lavageröll und durch ein Flussbett so gut wie nichts mitbekommen. Mit einer Smartphone-App steuert Addi ein System, das Luft aus den Reifen lässt oder sie wieder aufpumpt, je nachdem, auf welchem Untergrund er gerade fährt. Entwickelt hat er das System für das Fahren auf Schnee und Eis – und wirklich: Trotz seiner 20 Tonnen gleitet das Fahrzeug auf der sechs Meter hohen Schneedecke wie auf Ski. „Die Reifen sind das eine, aber mindestens genauso wichtig sind der Wandler und die Differenzialsperre. Und der kraftvolle Motor. All dies ist nötig, um auf den Gletscher zu fahren“, sagt Addi. Das Wandlergetriebe sorgt dafür, dass er auf dem glatten, steilen Untergrund ohne Zugkraftunterbrechung anfahren kann, der direkte Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe hält die Drehzahl im grünen Bereich. Auch die Differenzialsperre, die beide Ausgangsachsen aneinanderkoppelt, erleichtert das Fahren in dem schwierigen Gelände.

Das Ziel der Gletscherfahrt ist ein Eistunnel, der tief in den Gletscher hineinführt. „Für unsere Gäste ist es ein Abenteuer, einen Gletscher von innen zu sehen“, erklärt Hjalti Rafn Gunnarsson, Marketingmanager von „Into the Glacier“. „Die MAN-Trucks sind die Fahrzeuge, die ihnen dieses Erlebnis ermöglichen.“ Und wenn das Wetter, das in Island sehr extrem sein kann, mal nicht mitspielt? „Für mich gibt es kein schlechtes Wetter“, sagt Addi, „genauso wenig wie für unsere Trucks. Die sind Extreme gewohnt.“


Chef am Lenkrad

Im „Into the Glacier“-Team gibt es 15 Fahrer, die nach einem speziellen Training die MAN-Trucks lenken dürfen. Doch am liebsten sitzt Addi Hermannsson selbst am Steuer.

900 Newtonmeter, 13 Liter Hubraum, 480 PS

Die MAN sind die perfekten Fahrzeuge für die harten Bedingungen in Island. Für den Tourenanbieter „Into the Glacier“ bringen die Lkw Touristen auf den Gletscher Langjökull.

Anpassbar für jeden Untergrund

Der Luftdruck der acht extragroßen Reifen lässt sich je nach Untergrund auf Knopfdruck erhöhen oder reduzieren. Trotz Geröllpisten merken die Passagiere im Innenraum so nichts von dem holprigen Gelände.

Keine Straße in Sicht

Auf dem Gletscher ist der MAN-Lkw auf einer sechs Meter dicken Schnee- und Eisdecke unterwegs. Dank der flexiblen Reifen gleitet das 20 Tonnen schwere Fahrzeug wie auf Ski über den Schnee.

Gäste aus aller Welt

Seit ihrem Start im Juni 2015 haben 50.000 Gäste die „Into the Glacier“-Tour gebucht. Je nach Nachfrage fahren die drei MAN bis zu zweimal täglich auf den Gletscher.

Tief im Eis

Der Eistunnel ist das Highlight der „Into the Glacier“-Tour. Mit einer Länge von 550 Metern und einer Tiefe von 40 Metern unter der Gletscheroberfläche ist er der größte Tunnel dieser Art weltweit.

Originalchassis, neuer Aufbau

Das Chassis des MAN ist original von 1992. Nachträglich modifiziert wurden der Aufbau, der Platz für 35 Passagiere bietet, und die Ausstattung mit neuester Kommunikationstechnologie, darunter ein GPS-Navigationssystem, das Gletscherspalten anzeigt.

Isländischer Pionier

Addi Hermannsson ist eine Legende des isländischen Tourismus. In den 1980er-Jahren stattete er Jeeps mit ultradicken Reifen aus, um mit ihnen auf die Gletscher zu fahren, heute verlässt er sich lieber auf „seinen“ MAN.

Zuverlässig trotz extremer Bedingungen

Die MAN-Trucks des „Into the Glacier“-Teams sind alle drei Monate zum Service beim MAN-Importeur Kraftur in Reykjavik. „Die Fahrzeuge sind in einem Topzustand, vor allem wenn man ihren harten Einsatz bedenkt“, sagt Björn Erlingsson, CEO von Kraftur.

Bilder: © Dirk Bruniecki, Arnar Thor

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