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Gemeinsam effizienter: im MAN-Platoon nach Rotterdam

Digitalisierung und Vernetzung ermöglichen es, dass Lkw sicher in kurzen Abständen hintereinander fahren. Das spart Kraftstoff und reduziert den Ausstoß von CO2. Kompetenz in Sachen Platooning demonstriert MAN im Rahmen der „European Truck Platooning Challenge 2016“.

MAN testet ein Zweier-Platoon auf der Autobahn A9 Höhe München
© Max Kratzer

Auf der Autobahn A9, Höhe München: Zwei MAN TGX-Trucks rollen im Abstand von rund 50 Metern hintereinander her. Der Schriftzug „MAN Truck2Truck“ steht auf den Aufliegern der orangefarbenen Lkw. Der hintere Truck rückt immer näher an das vorausfahrende Fahrzeug heran, bis der Abstand gerade noch 13 Meter beträgt. In der Fahrerkabine erscheint auf dem Display hinter dem Lenkrad der Hinweis „Platoon is forming“. Mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h fahren die beiden Trucks weiter über die Straße, passieren Ausfahrten und Brücken, vorbei an der Allianz Arena. Doch die beiden Fahrzeuge sind nicht mehr separat unterwegs, sondern als Platoon: ein Verband von zwei oder drei Lkw, die, gekoppelt mit einer elektronischen Deichsel, in kurzen Abständen automatisiert hintereinander fahren. Der Fahrer des zweiten MAN-Lkw kann sich nun zurücklehnen. Die Führung hat der vorausfahrende Truck übernommen, dieser gibt jetzt Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Platoons vor.

Platooning - ein wichtiger Trend der Transportbranche

Seit Anfang Februar 2016 testet MAN auf dem digitalen Testfeld der Autobahn A9, dem Streckenabschnitt zwischen München und Ingolstadt, ein Zweier-Platoon mit 45 Metern Zuglänge unter realen Bedingungen. Trucks synchron als Platoon fahren zu lassen, gilt als einer der wichtigsten Trends der Transportbranche. Denn in Zukunft werden noch mehr Waren per Schiff, Flugzeug, Bahn und Lkw transportiert. Die Hauptlast wird aber die Straße tragen – ein Problem, ist die Infrastruktur doch schon heute überlastet. Eine Lösung könnten Truck-Platoons sein.

Vernetztes Fahren: effizient im Windschatten

Die Ausrüstung der Fahrzeuge mit modernen Assistenz- und Steuersystemen sowie eine Kommunikation der Fahrzeuge untereinander machen die kurzen Abstände möglich und sorgen gleichzeitig für mehr Sicherheit auf der Straße. Die positiven Folgen: Kraftstoffeinsparungen von bis zu zehn Prozent und eine Reduzierung von CO2-Emissionen. Die nachfolgenden Lkw profitieren aerodynamisch vom vorausfahrenden Fahrzeug – idealerweise beträgt der Sicherheitsabstand zum Führungstruck weniger als eine Sekunde beziehungsweise etwa zehn Meter. Denn das Fahren im Windschatten ist effizient und spart Kraftstoff.

Platooning by MAN

MAN treibt das Thema Platooning technologisch mit großem Aufwand voran und beteiligt sich gemeinsam mit den europäischen Nutzfahrzeugherstellern an der „European Truck Platooning Challenge 2016“. Sattelzüge aus verschiedenen europäischen Städten machen sich Anfang April 2016 in Platoons auf den Weg nach Rotterdam in den Niederlanden. Die Platoon-Challenge wurde von der niederländischen Regierung im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft initiiert, in der sich die Niederlande vernetztes und automatisiertes Fahren als Schwerpunktthema gesetzt hat. Platooning-Erfahrung bringt MAN für die Challenge bereits mit: Schon in den Jahren 2005 bis 2009 hat das Unternehmen in einem Forschungsprojekt Dreier- und Vierer-Platoons mit einer Zuglänge von bis zu 100 Metern getestet.

Mehr als 20 Mitarbeitern engagieren sich seit Herbst 2015 für die jetzt fertige Lösung. Im Team von Daniel Heyes arbeiten auch Michael Reule und Stefan Jerg, Entwicklungsingenieure bei MAN. Auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck absolvieren sie auf der Rollbahn 6 die letzten Tests vor der Truck Platoon-Challenge. Im Video berichten die Ingenieure über das Projekt:

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