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Geschäftsjahr 2011

  • MAN in Österreich unangefochtener Marktführer
  • MTBÖ: Konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens

Die MAN Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 einen Rekordumsatz, der vor allem vom Geschäftsfeld Commercial Vehicles (MAN Truck & Bus und MAN Latin America) getragen wurde. Das Nutzfahrzeuggeschäft verbuchte eine Umsatzsteigerung um 19 Prozent auf 12,6 Mrd €; insgesamt setzte MAN 155.520 Lkw und Busse ab. Die Umsatzrendite betrug dabei 7,7 Prozent. Das Unternehmen baute seine starke Marktposition bei Lkw über sechs Tonnen in Europa weiter aus und belegt mit einem Marktanteil von 18 Prozent den zweiten Platz im Wettbewerbsumfeld. Auch in Österreich, wo MAN seit langer Zeit Martführer ist, konnte die Spitzenposition weiter ausgebaut werden und liegt nun bei 38,5 Prozent.

Die MAN Truck & Bus Österreich AG (MTBÖ, vormals MAN Nutzfahrzeuge Österreich AG, Umfirmierung per 1.1.2012) hat im Jahr 2011 im Werk Steyr einen Umsatz von rund 1,24 Milliarden Euro erzielt. Dieser Wert liegt zwar etwas unter dem aus dem Vorjahr (rund 1,4 Mrd. Euro), allerdings wurde das ursprünglich in der Gesellschaft enthaltene Werk Wien im September 2011 rückwirkend mit 31.12.2010 ausgegliedert und in ein neues Unternehmen eingebracht.*

Im vergangenen Jahr wurden am Standort in Oberösterreich wieder deutlich höhere Stückzahlen gefertigt. Konkret liefen 33.460 Fahrerhäuser aller Baureihen (2010: 25.997) und 19.816 Lkw der leichten und mittelschweren Baureihe vom Band (2010: 15.801).

„Die bereits in 2009/ 2010 begonnenen Projekte und Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft zeigen jetzt deutlich Wirkung. Insbesondere der in der Gesellschaft MTBÖ verbliebene Teil der leichten und mittleren Reihe, aber auch der Komponentenstandort in Banovce und das durchwegs sehr positive Ersatzteilgeschäft haben dafür gesorgt, dass sich die Qualität unseres Ergebnisses spürbar und nachhaltig verbessert hat“ erläutert DI Gerhard Klein, Vorstand der neuen Gesellschaft MAN Truck & Bus Österreich AG. Klein weist darauf hin, dass die Verbesserungen derzeit zwar sehr positiv wirken aber zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden müssen.

„Wir können außerdem auf eine signifikante Steigerung im Qualitätsbereich verweisen, die sowohl unseren Kunden als auch unserem Unternehmen zugute kommt. Nicht zuletzt werten wir auch das weiterhin gestiegene Investitionsbudget als beständigen Vertrauensbeweis und Bekenntnis des MAN Konzerns zum Standort Österreich“, so Klein.

Das Werk in Steyr soll mittelfristig zu einem der profitabelsten Standorte für leichte und mittelschwere Lkw in Europa ausgebaut werden.

Investitionen wurden und werden mit hoher Priorität zur Entwicklung und Modernisierung des Werkes in allen Bereichen nach den Maximen von Helligkeit, Sauberkeit, Transparenz, Ergonomie und Sicherheit der Arbeitsplätze getätigt. Damit stehen neben Steigerung von Produktqualität und Optimierung der Produktivität sowie Flexibilität auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Vordergrund. Wurden in 2010 noch 17,7 Mio. Euro alleine am Standort Steyr als Investitionen bzw. investitionsnahe Gelder ausgegeben, so waren es 2011 schon 29,8 Mio. Euro. Ein Großteil davon floss direkt in die österreichische bzw. oberösterreichische Wirtschaft.

Hervorzuheben ist auch, dass 2011 eine Neuordnung der ersten Führungskräfte-Ebene in der Produktion zur Gänze umgesetzt wurde. Dies war eine erste wichtige Voraussetzung für die Einführung von teilautonomer Teamarbeit, einer substanziell neuen Arbeitsorganisation, die in 2012 vollständig implementiert werden wird. Diese Form der Teamarbeit bedeutet für alle MitarbeiterInnen mehr Mitbestimmung, mehr Handlungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung am Produkt und im Prozess.

„Wir stehen kurz vor dem Abschluss von neuen Modellen zur Arbeitszeitflexibilisierung, um auf etwaige künftige Marktschwankungen noch rascher und noch problemloser reagieren zu können“, erläutert Klein. „Außerdem liegt uns die Fortsetzung unseres Standortsicherungsvertrages besonders am Herzen. Denn so wie unsere Kunden auf die zuverlässige Qualität unserer Produkte bauen können müssen, ist es für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig, sich auf ihren Arbeitgeber verlassen zu können. Hier Sicherheit zu schaffen ist Motivation – für den einem zum Kauf, für den anderen zum Herstellen von Qualität!“

MAN Truck & Bus Österreich AG beschäftigt derzeit allein am Standort Steyr rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. rund 180 Lehrlingen und 170 LeasingarbeitnehmerInnen).

„Aus heutiger Sicht erwarten wir für 2012 einen Umsatz auf dem Niveau von 2011“, so Klein. „Es ist uns bewusst, dass wir mit unserem Anspruch, den Standort Steyr zu Europas bestem Hersteller für leichte und mittelschwere Lkw in Hinblick auf Produkt, Qualität und Effizienz zu entwickeln, die Latte recht hoch gelegt haben. Wir werden jedoch alle Anstrengungen unternehmen, dieses Ziel zu erreichen“, ergänzt Klein.

* Die MAN Truck & Bus AG (München) und der Düsseldorfer Rheinmetall Konzern haben ihre Aktivitäten auf dem Feld der militärischen Radfahrzeuge in der neu gegründete Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) gebündelt.