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Zuverlässig und effizient im Einsatz – MAN Nutzfahrzeuge auf der Messe INTERSCHUTZ 2010 in Leipzig.

Mit Mannschaft und Material schnell, sicher und zuverlässig zum Einsatzort: Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen vertrauen auf Nutzfahrzeuge von MAN.

Auf der internationalen Leitmesse für Rettung, Brand- /Katastrophenschutz und Sicherheit, der INTERSCHUTZ in Leipzig vom 7. bis 12. Juni 2010, präsentiert MAN Nutzfahrzeuge ein breites Spektrum an praxisgerechten Fahrzeuglösungen. Für die vielfältigen Einsatzaufgaben der Feuerwehren sowie des Zivil- und Katastrophenschutzes bietet MAN ein umfangreiches Produktportfolio von 7,49 bis 44 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht als zuverlässige und wirtschaftliche Basis für anwenderspezifische Aufbauten. Sechs aufgebaute Lastkraftwagen demonstrieren Technologiekompetenz am MAN-Messestand. Circa 35 weitere MAN-Fahrzeuge finden die Messebesucher auf den Ständen der Aufbauhersteller. Eine weltweit einzigartige technische Lösung, die bei den Feuerwehren auf großes Interesse stößt, stellt das innovative Antriebssystem MAN HydroDrive® dar.

Die MAN–Baureihen TGL, TGM und TGS sowie TGX bieten den kommunalen und betrieblichen Feuerwehren eine breite Palette an Fahrzeugen für die unterschiedlichsten Einsatzaufgaben. Hinzu kommen die beiden Baureihen CLA und TGS WW, die sich besonders an die Einsatzbedingungen in den Märkten außerhalb Europas richten. Für die speziellen Anforderungen des Flugzeugbrandschutzes steht außerdem die hoch geländegängige und stark motorisierte Baureihe SX. Die verfügbaren Motorleistungen reichen von 110 KW (150 PS) bis 735 kW (1000 PS).

Der Markt für Fahrzeuge der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes in der Gewichtsklasse über 6 Tonnen zählte in Deutschland in den vergangenen Jahren etwa 1500 Einheiten. Lag der Marktanteil von MAN im Jahr 1990 noch bei sechs Prozent, so stieg er im letzten Jahr auf hervorragende 44 Prozent. Besonders in den deutschsprachigen Ländern treten die Kommunen als Käufer der Fahrzeuge auf, daher handelt es sich in den meisten Fällen um Bestellungen von einzelnen Fahrzeugen. Läuft der Beschaffungsvorgang über größere Gebietskörperschaften oder staatliche Institutionen, gehen immer wieder Großaufträge bei MAN ein. So bestellte in Deutschland das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 190 Löschfahrzeuge (LF-KatS) auf MAN TGM 13.250 4x4 BL-FW. Auch die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk stellte eine größere Anzahl an MAN-Fahrzeugen in Dienst: 56 Gerätekraftwagen GKW 1 auf MAN TGM 18.280 4x4 BB sowie 54 Gerätekraftwagen GKW 1 auf MAN TGM 18.290 4x4 BB. Hinzu kamen noch 145 Mehrzweckkraftwagen MzKW auf MAN 18-Tonner TGM mit Doppelkabine. Je ein LF-KatS und ein GKW 1 sind am Stand der MAN Nutzfahrzeuge auf der INTERSCHUTZ 2010 ausgestellt. Am 11. Juni 2010 erfolgt am MAN-Stand die Übergabe des GKW 1 in seiner typisch ultramarinblauen Lackierung an einen THW-Ortsverband in Anwesenheit des Präsidenten des THW.

Andere aktuelle Großaufträge stammen beispielsweise aus Ägypten. Dort handelt es sich um 105 MAN TGM für den Aufbau als Löschfahrzeuge durch lokale Hersteller und 21 TGA WorldWide als Sattelzugmaschinen für 35 Kubikmeter fassende Wassertankauflieger. Nach Jordanien gingen kürzlich elf Tanklöschfahrzeuge auf MAN TGL und MAN TGM, beide mit Doppelkabine. Feuerwehren in China stellen elf Großtanklöschfahrzeuge für den Transport von 18.000 Litern Wasser auf dem MAN TGA 41.480 aus der Baureihe MAN TGA WordWide in Dienst. In Ergänzung zu 23 vor drei Jahren gelieferten Tanklöschfahrzeugen erhalten dieses Jahr elf weitere Wehren in Vietnam neue Fahrzeuge auf MAN TGM.

Hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität zeichnen die Lastwagen-Baureihen von MAN aus. Für jeden Einsatzzweck und jede Aufbauart bietet sich bei MAN Nutzfahrzeuge ein passendes Fahrgestell an. Nebenabtriebe stellen die Leistung zum Antrieb von Feuerlöschkreiselpumpen, Stromgeneratoren, Hydraulikpumpen oder Luftkompressoren bereit. Spezielle feuerwehrspezifische Umbauten zum Einsatzfahrzeug nimmt das MAN Modification Competence Center vor.

Der MAN TGL läuft als zweiachsiges Chassis mit Straßenantrieb in einer großen Variantenvielfalt in der Gewichtsklasse von 7,49 bis 12 Tonnen vom Band. Für Sicherheit auf der Alarmfahrt spricht, dass auch diese Baureihe mit ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) ausgestattet werden kann – heute noch keine Selbstverständlichkeit in dieser Fahrzeugklasse! Das Motoren¬programm bietet leistungsfähige 4- und 6-Zylinder-Motoren mit Abgasrück¬führung und Common-Rail-Einspritzung von 110 kW (150 PS) bis 184 kW (250 PS). Alle Leistungsstufen erfüllen wahlweise – je nach Markterfordernis – die Abgaseinstufungen Euro 4, Euro 5 oder den gegenwärtig anspruchsvollsten Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) – und das ohne Zugabe eines weiteren Betriebsstoffes, wie zum Beispiel AdBlue®. Das macht sich bei den Feuerwehrfahrzeugen in Form von mehr Anbauplatz am Rahmen und höherer Nutzlast positiv bemerkbar, da kein zusätzlicher Betriebsstofftank montiert werden muss. Zudem erhöht sich die Betriebssicherheit, denn der Maschinist tankt nur Diesel. Eine Erleichterung für den Maschinisten stellt das automatisierte Schaltgetriebe MAN TipMatic® dar, denn es entlastet ihn von der Schaltarbeit, so dass er sich ganz auf die Einsatzfahrt konzentrieren kann.

Groß zeigt sich der „Kleine“ von MAN bei den wählbaren Radständen, Rahmenlängen und Kabinen. Hierzu gehört auch die geräumige Doppelkabine mit Platz für bis zu sieben Personen. Sie erfüllt die Anforderungen der DIN EN 1846. Ihre Vierersitzbank besteht aus Sitzfläche, einzelnen Rückenlehnen mit Kopfstütze und Dreipunkt-Automatikgurten. Fertigung und Innenausbau der Doppelkabine erfolgen zusammen mit den anderen Fahrerhausmodellen im MAN Werk in Steyr. Die Anbringung von zwei Sitzplätzen mit integrierter Atemschutzgerätehalterung ist für die Aufbauhersteller problemlos möglich.

So eignet sich der MAN TGL hervorragend für den Aufbau als TSF-W, StLF 10/6, LF 10/6-Straße oder GW-L1, um nur einige Beispiele an Löschfahrzeugen und Gerätewagen aus dem deutschen Normfahrzeugkatalog zu nennen. Die Anwendungspalette stellt sich noch viel umfangreicher dar, wenn man an Einsatzleitwagen, Kleintanklöschfahrzeuge, Gerätewagen-Atemschutz, Versorgungs-Lastwagen oder Wechsellader denkt.

Die MAN TGM-Baureihe setzt für die Feuerwehr bei 10 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht an und reicht als Zweiachser bis 18 Tonnen. Damit eignet sie sich hervorragend als Basis für Aufbauten als Löschgruppenfahrzeug vom LF 10/6 bis zum HLF 20/16, für Tanklöschfahrzeuge aller Größen bis zum TLF 20/40-SL, als Hubrettungsfahrzeug in Form einer Drehleiter oder eines Teleskopmastes, als Gerätewagen wie den GW-L2, als Rüstwagen RW oder als Wechsellader, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch international finden sich viele MAN TGM als Löschfahrzeuge sowie Geräte- und Rüstwagen mit Aufbauten nach landesspezifischen Vorgaben. 184 kW (250 PS) stellen bei der TGM-Baureihe die Einstiegsmotorisierung dar. 213 kW (290 PS) und 250 kW (340 PS) vervollständigen die Motorenliste. Auch diese modernen Sechszylindermotoren mit Common-Rail-Einspritzung erreichen die Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 sowie den anspruchsvolleren EEV-Standard, ohne dass ein Zusatzstoff für die Abgasreinigung zur Verwendung kommt. Das Angebot an Fahrerhäusern, die ihre Nutzer durch den bequemen Einstieg, die Raumökonomie und die Bedienung begeistern, setzt sich aus den vier Größen C, L, LX und der viertürigen Doppelkabine zusammen. Auch in der mittleren MAN-Baureihe sind das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und die automatisierte Schaltung MAN TipMatic® erhältlich. Eine Ausstattungsrate von etwa 80 Prozent mit MAN TipMatic® zeigt den hohen Stellenwert am Markt. Führt die Fahrt des Allradlers ins Gelände, dann dreht der Maschinist den Getriebewählschalter der optionalen Geländesoftware auf Dx. Die Offroad-Software nimmt Schaltvorgänge erst bei höherer Drehzahl vor und schließt die Kupplung schneller, damit der Vortrieb in der Steigung oder auf lockerem Untergrund nicht unterbrochen wird. Eine weitere wertvolle Hilfe beim Anfahren an Steigungen stellt die für die Alladversion angebotene Kletterbremse dar. Ein Taster am Armaturenbrett hält bei Betätigen den Bremsdruck an beiden Achsen auch nach Umsetzen des Fußes vom Brems- auf das Gaspedal. Der Allradantrieb ist bei der MAN TGM-Baureihe wahlweise als zuschaltbar oder als permanenter Antrieb erhältlich.

Das 13-Tonnen-Feuerwehr-Allradchassis der TGM-Baureihe lässt sich für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke im Bereich zwischen 10 und 15,5 Tonnen ab- oder auflasten. Dieses an die Feuerwehrgeräteindustrie gelieferte Allradfahrgestell unterscheidet sich von der sonst üblichen Allradausführung. Die wesentlichen Punkte: Die Kabine sitzt tiefer auf dem Rahmen, denn die Feuerwehren fordern zwar Allradantrieb und Bodenfreiheit unter den Achsen, verlangen aber auch einen möglichst niedrigen Einstieg sowie eine geringe Gesamthöhe des aufgebauten Fahrzeuges. Soll ein Löschfahrzeug mit langer Mannschaftskabine auf dem MAN TGM entstehen, liegen bereits bei der Auslieferung Luftansaugung und Abgasanlage weiter hinten am Rahmen, um Platz für den tiefgezogenen Einstieg in den Mannschaftsraum zu bieten. Zur feuerwehrspezifischen Ausrüstung gehört zum Beispiel die Motor-Start- und Stoppeinrichtung. Damit kann der Maschinist vom Pumpenbedienfeld aus den Motor aktivieren.

Einzigartig ist in dieser Klasse die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse. Sie sorgt für maximalen Schutz der wertvollen feuerwehr¬technischen Beladung vor Erschütterungen. Die elektronische Steuerung stellt ein stets gleichbleibendes Fahrniveau ein, unabhängig davon, wie voll der Löschwasserbehälter ist. Dies kommt der Stabilität und Sicherheit beim Fahren zu Gute. Wankbewegungen des Aufbaus – zum Beispiel durch fehlendes Wasser im Löschmittelbehälter auf der Rückfahrt von der Einsatzstelle - werden feinfühliger und reaktionsschneller ausgeglichen. Die Entlüftung der Federbälge an der Hinterachse senkt den Aufbau auf Knopfdruck um neun Zentimeter ab; eine kleine Hilfe, um einfacher an die Beladung zu kommen. Die zwei Luftfederbälge pro Seite stehen kaum aus dem Radschatten hervor und liegen im Bereich der Kotflügel. Dadurch behindern keine Anbauteile am Rahmen den Platz für die vor und hinter der Hinterachse tiefgezogenen Aufbauten. Die beim 12-Tonner oder 15-Tonner des MAN TGM mit Straßenantrieb erhältliche optionale Vollluftfederung ermöglicht das Absenken des Fahrzeuges um einige Zentimeter beim Passieren niedriger Durchfahrten oder Gerätehaustore.

Seit ihrem Debüt vor fast drei Jahren hat sich die mit zwei, drei und vier Achsen erhältliche MAN-Baureihe TGS zu einer festen Größe für schwere Feuerwehrfahrzeuge entwickelt. Große Tanklöschfahrzeuge, wie das TLF 20/40-SL, Industrielöschfahrzeuge, Rüstwagen, Drehleitern oder Teleskop¬maste sowie Wechselladerfahrzeuge zählen zu den branchen¬spezifischen Aufgaben. Standardausstattung für die von 18 bis 41 Tonnen reichende Baureihe ist das wahlweise dreisitzige M-Führerhaus, auf Wunsch können auch die geräumigeren L- oder LX-Kabinen geordert werden. Moderne Sechs¬zylinder-Reihenmotore mit Common-Rail-Einspritzung decken ein Leistungs¬spektrum von 235 kW (320 PS) bis 397 kW (540 PS) ab. Sie erfüllen je nach Markterfordernis wahlweise Euro 4, Euro 5 oder den nochmals strengeren Abgasstandard EEV. Vor allem auf der Einsatzfahrt spielt die automatisierte Schaltung MAN TipMatic® ihre Stärken aus. Der Fahrer kann sich viel mehr auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die Baureihe TGS bietet eine breite Vielfalt an Achskonfigurationen mit Vorlauf- und Nachlaufachsen, Federungs¬möglichkeiten und die Wahl zwischen zuschaltbarem und permanentem Allradantrieb.

Im Frühjahr 2010 präsentierte MAN mit dem TGS WW den Nachfolger der erfolgreichen Baureihe TGA WorldWide. Er richtet sich an die Kunden¬bedürfnisse in den Märkten außerhalb Europas. Der TGS WW ist für den Einsatz auf schlechten Wegstrecken und bei extremen Klimabedingungen konzipiert. Sein Einsatzgebiet liegt hauptsächich in Afrika, Russland, dem Mittleren und Fernen Osten. Die 257 kW (350 PS) – ab Herbst 2010 mit 265 kW (360 PS) - bis 353 kW (480 PS) starken Motoren im TGS WW erfüllen je nach lokalen Vorgaben die Abgaseinstufungen Euro 2 und Euro 3 und können in Regionen mit qualitativ schwankender Treibstoffqualität eingesetzt werden. Die Einführung von Motoren, die Euro 4 erfüllen, ist für den MAN TGS WW in Vorbereitung. Die zwei- bis vierachsigen Chassis decken das Gewichts¬spektrum von 18 bis 41 Tonnen ab. Als Feuerwehrfahrzeug eignet sich der TGS WW besonders für schwere Löschfahrzeuge, Wassertankwagen, Spezial¬fahrzeuge für Industrieanlagen und Flughäfen sowie für Drehleitern und Teleskopmaste mit hoher Reichweite.

Für den Brandschutz auf Flughäfen bietet MAN Nutzfahrzeuge die hochgeländegängigen Fahrgestelle der SX-Baureihe an. Ein verwindungssteifer Kastenrahmen, Schraubenfederung, permanenter Allradantrieb, Starrachsen und leistungsstarke Motoren sind Garant für die Einhaltung der international vorgeschriebenen Eingreifszeiten bei einem Flugzeugunfall. Seit bald 20 Jahren läuft dieses spezielle Fahrgestell erfolgreich im MAN-Programm. Das aktuelle MAN-Chassis SX 43.1000 8x8 feierte vor fünf Jahren Weltpremiere, denn die Vorgaben der ICAO (International Civil Aviation Organization) zur Ge­wichtsverteilung am Fahrzeug sowie kundenspezifische Anforderungen führten zur Anordnung des Motors im Heck. Gleiches gilt für das neue dreiachsige Chassis SX 33.680 6x6, in dem der MAN-V8-Dieselmotor eingebaut ist. Die Aufbauten auf dem überbreiten Fahrgestell konstruieren die Feuerwehr­gerätehersteller mit dem Ziel einer niedrigen Schwerpunktlage, um zügig bei gleichzeitig hoher und sicherer Fahrstabilität die Einsatzstelle zu erreichen. Die deutsche Bundeswehr orderte bei MAN den SX 33.680 6x6 sowie den SX 43.1000 8x8 für den Einsatz auf ihren Militärflughäfen und Landeplätzen. Etwa 45 internationale Zivilflughäfen vertrauen weltweit bei ihrem Brandschutz auf circa 70 vierachsige MAN SX 43.1000 8x8.

MAN Nutzfahrzeuge richtet sich mit der Baureihe MAN CLA an Märkte in Asien und Afrika. Im Vordergrund stehen dabei besonders belastbare zwei- und dreiachsige Fahrgestelle für den vielfältigen Einsatz. Für Feuerwehren sind Aufbauten als Löschfahrzeuge, Wassertankwagen, Drehleitern und Rüst­fahrzeuge realisierbar. Der MAN CLA beruht auf den zuverlässigen Kompo­nenten einiger bewährten MAN-Baureihen. Mit seinen robusten Fahrgestellen, genügsamen Motoren sowie den auf schlechte Straßenverhältnisse ausge­legten 20 und 22,5 Zoll großen Bereifungen, deckt er die Gewichtsklasse von 15 bis 26 Tonnen ab. Die Fahrerhäuser als Day- und Sleepercab stammen von der bekannten MAN-Baureihe LE und bieten dem Fahrer einen ergonomisch angelegten Arbeitsplatz mit luftgefedertem Sitz. Aus dem Hause MAN kommen auch die D08-Motoren und Außenplaneten-Achsen. Das Motorenangebot reicht je nach Markterfordernis von 162 kW (220 PS) bis 206 kW (280 PS) in den Abgaseinstufungen Euro 2 und Euro 3. Die Fertigung des MAN CLA erfolgt in einer der modernsten Nutzfahrzeugfabriken Indiens in Pithampur. Das Gemeinschaftsunternehmen MAN FORCE TRUCKS Private Limited hat dort konsequent die technologisch hochwertigen MAN-Standards umgesetzt.

Als weltweit erster und einziger Lastwagenhersteller bietet MAN Nutzfahrzeuge mit dem zuschaltbaren hydraulischen Vorderachsantrieb eine intelligente Ergänzung zum Angebot des klassischen Allradantriebes in den Baureihen MAN TGS und TGX: Der MAN HydroDrive® bietet mehr Traktion und Sicherheit beim Befahren unbefestigter Wege, an Steigungen und auf rutschigen Fahrbahnen. Er sorgt in diesen Situationen vorwärts wie rückwärts für sicheren Vortrieb. Bei Bergabfahrten mit zugeschaltetem HydroDrive® wirkt die Dauerbremse auch auf die Vorderachse und stabilisiert so das Fahrzeug. Der MAN HydroDrive® lässt sich auch während der Fahrt und unter Last bequem per Drehschalter aktivieren – so kann der Maschinist ohne Anzuhalten Steigungen sicher meistern. Das System besteht aus einer am Getriebe angeflanschten Hydraulikpumpe und Radnabenmotoren in den Vorderrädern. Es ist aktiv bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 28 km/h. Darüber schaltet es sich automatisch ab. Sinkt die Geschwindigkeit wieder, schaltet es sich automatisch wieder ein. Im Vergleich zu einem Lkw mit Hinterradantrieb wiegt ein Fahrzeug mit zusätzlichem HydroDrive® nur geringfügig mehr, gegenüber einem klassischen Allradantrieb mehrere hundert Kilogramm weniger. Somit können HydroDrive ®-Fahrzeuge mehr Nutzlast transportieren. Die Bauhöhe bleibt unverändert, das bedeutet: bequemer Einstieg wie bei einem Straßenfahrgestell, niedrigere Höhe der Rahmenoberkante und des Gesamtfahrzeuges, tiefer Fahrzeugschwerpunkt und damit optimale Fahrstabilität. Auch der Wendekreis verändert sich bei MAN HydroDrive®-Fahrzeugen gegenüber dem hinterachsangetriebenen Pendant nicht. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2005 hat MAN aktuell 5000 Fahrzeuge mit HydroDrive®-Antrieb verkaufen können. Darunter sind viele Wechselladerfahrzeuge für Feuerwehren. Hier punktet der MAN TGS in Verbindung mit einer gelenkten Nachlaufachse in Sachen Wendigkeit, Gewicht und Traktion. Zudem können durch die gegenüber einem Allradfahrzeug niedrigere Rahmenoberkante höhere Wechselcontainer mit Innenstehhöhe aufgezogen werden.

Die Verwandlung eines MAN-Fahrgestelles in ein Einsatzfahrzeug durch den Aufbauhersteller bedarf vorab manchmal Modifikationen am Rahmen, am Fahrerhaus oder am Antriebstrang, um den landesspezifischen Vorgaben oder Wünschen der Kunden zu entsprechen; genau die richtige Aufgabe für das MAN Modification Competence Center. Für den Kunden ergeben sich die Vorteile der schnellen und effizienten Auftragsbearbeitung, der Bündelung in einem Ansprechpartner und der Fertigung inklusive Qualitätssicherung nach den hohen Qualitätsvorgaben von MAN. Das Produktportfolio für den Brand- und Katastrophenschutz umfasst unter anderem Radstandsänderungen, Rahmenkürzungen und -verlängerungen oder den Einbau von Wandler-Automat-Getrieben in Kombination mit den 6-Zylinder-Motoren in den Baureihen MAN TGL und TGM.

Umfangreich fällt das Angebot an Karosseriearbeiten an den Kabinen aus, um auf die Bedürfnisse der Feuerwehren einzugehen. Das sind zum einen Dacheinschnitte zur Ablage des Leiterparks bei Drehleitern oder des Mastes von Hubrettungsbühnen sowie zum anderen Flachdächer zur Minderung der Gesamtfahrzeughöhe bei kritischen Durchfahrten oder Gerätehauseinfahrten.

Die Verlängerung der C-Kabine in den Baureihen MAN TGL und TGM bringt 27 Zentimeter mehr Raum hinter den Sitzen für die Unterbringung von empfindlichen Messgeräten oder für die persönliche Schutzausrüstung. Bei der Doppelkabine schafft eine Fahrerhausverlängerung Platz für vier Atemschutzgerätehalterungen nebeneinander. Die neu konzipierte Mann­schaftskabine, die zur Unterbringung der maximal zehnköpfigen Besatzung benötigt wird, fügt sich in seiner Gestaltung nahtlos in die Designlinie der MAN Baureihen TGL und TGM ein. Für bequemen Ein- und Ausstieg öffnen die 90 Zentimeter breiten Türen fast rechtwinklig und sind bis an die Kante des leicht erhöhten Daches hochgezogen. Der Innenraum der Mannschaftskabine, die es in zwei verschiedenen Längen gibt, lässt sich sehr flexibel einrichten und damit an die nationalen und kundenspezifischen Anforderungen anpassen. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte trägt bei, dass alle Sitze mit einem Dreipunktgurt ausgerüstet werden können. Nicht nur das deutsche THW wählte diese Kabine für die Gerätekraftwagen GKW 1. Viele Anhänger fand die MAN Mannschaftskabine bereits international bei Feuerwehren, so in Deutschland, den Niederlanden, England oder in China.

Eine Ausrüstung für die längeren Kabinen L und LX bei den Baureihen TGL, TGM und TGS, die besonders in Exportmärkten nachgefragt wird, ist der Einbau einer Sitzbank für bis zu vier Personen hinter Fahrer- und Beifahrersitz. Besonders in schmalen Gerätehäusern oder in engen Gassen haben sich Schiebetüren an der Fahrer- beziehungsweise Beifahrerseite bewährt. Sämtliche Fahrerhäuser der MAN TGS lassen sich für die Montage von Schiebetüren umrüsten.

Die Einsatzfahrt mit Nutzung von Sonder- und Wegerechten stellt für viele Maschinisten eine außergewöhnliche Situation dar. Das betrifft die Mitglieder von Berufsfeuerwehren genauso wie von Freiwilligen Feuerwehren. Die von MAN ProfiDrive angebotenen Fahrsicherheitstrainings helfen, die Fahrzeuge sicher zur Einsatzstelle zu bringen. Ziel des Trainings ist, dass die Fahrer in der Lage sind, kritische Fahrsituationen zu beherrschen und dadurch Unfälle zu vermeiden. Zu den praktischen Übungen gehören die Ermittlung des An­halteweges, das Ausweichen vor Hindernissen, das Bremsen und Ausweichen auf griffigen sowie auf einseitig rutschigem Untergrund, das Kurvenbremsen sowie die kontrollierte Bergabfahrt. Für Feuerwehren adaptieren die erfahrenen Trainer von MAN ProfiDrive das Programm um die Nutzung von Sonder- und Wegerechten sowie den Stressfaktor, den eine Alarmfahrt darstellt. Im Offroad-Training liegt der Schwerpunkt auf der Fahrzeugbeherrschung bei Fahrten abseits befestigter Straße sowie auf dem richtigen Einsatz der MAN TipMatic® Offroad, der Sperren und die Schonung des Antriebsstranges.

Während MAN die Schulung für kommunale Feuerwehren in Fahrsicher­heitszentren anbietet, findet das Training für Flughafenfeuerwehren auf deren Gelände statt, um die ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Hierbei lernen die Maschinisten das Handling im Slalomkurs, den schnellen Spur­wechsel und die dafür empfohlene Blick- und Lenktechnik. Denn das Fahrverhalten der überbreiten MAN SX-Fahrgestelle unterscheidet sich auf Grund ihrer Fahrwerkstechnik und Schwerpunktlage von den Einsatzfahr­zeugen auf handelsüblichen Straßen- und Allradfahrgestellen. Auch bietet MAN ein Fahrtraining für die SX-Baureihe im Gelände an, denn im Notfall sollen diese Fahrzeuge auch abseits befestiger Rollwege und Startbahnen die Unglückstelle erreichen.