Technologie 

Auf die clevere Tour

Mit Köpfchen fahren und Sprit sparen: Nicht nur durch effiziente Fahrzeuge, auch durch die Fahrweise kann der Kraftstoffverbrauch entscheidend gesenkt werden. Das beweist das Connected CoDriver-Training von MAN.

Lkw-Fahrer Josef Vierhaus am Steuer
© Eric Chmil

Lkw-Fahrer Josef Vierhaus ist gerade auf einer seiner Touren unterwegs, als die Freisprechanlage klingelt. Am anderen Ende der Leitung begrüßt ihn eine Stimme, die ihm in den kommenden Wochen sehr vertraut werden wird. Es ist die Stimme von Hugo Siewert, Trainer für Connected CoDriver. Bei dem von MAN ProfiDrive entwickelten Coaching bekommt Siewert via MAN TeleMatics Einblick in die Fahrzeugdaten, analysiert diese Informationen und erarbeitet dann in Telefongesprächen mit dem Fahrer eine Kraftstoff sparende Fahrweise. Vierhaus, der für die Timeflextrans GmbH in Schermbeck arbeitet, ist einer von 1.000 Teilnehmern bei Connected CoDriver und bekommt heute seine erste Schulung.

Siewert: Hallo Herr Vierhaus, hier Hugo Siewert von MAN ProfiDrive. Hat man Sie informiert, dass wir Zugriff auf Ihre Fahrzeugdaten haben und gemeinsam mit Ihnen Strategien entwickeln wollen, um den Kraftstoffverbrauch zu senken?

Vierhaus: Ja, ich weiß Bescheid.

Siewert: Gut. Haben Sie jetzt 20 Minuten Zeit für mich? Ich habe mir Ihre Daten angesehen und möchte mit Ihnen besprechen, wie Sie Ihre Fahrweise optimieren können.

Vierhaus: Gerne. Wie hoch ist denn mein durchschnittlicher Verbrauch?

Siewert: Sie sind mit durchschnittlich 31 Litern auf 100 Kilometern unterwegs.

Vierhaus: Und das ist schlecht?

Siewert: Nein, das ist nicht schlecht, aber da können wir auf jeden Fall noch etwas optimieren. Ich habe zum Beispiel gesehen, dass Sie den Tempomaten auf 89 Kilometer pro Stunde eingestellt haben und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 68 Kilometer pro Stunde unterwegs sind. Versuchen Sie doch mal Folgendes: Stellen Sie den Tempomaten auf 85 Kilometer pro Stunde ein. Ich verspreche Ihnen, dass Sie so schneller ankommen.

Vierhaus: Das kann ich mir nicht vorstellen. Wie soll das gehen?

Siewert: Es ist so, dass Sie mit einer konstanten, etwas niedrigeren Geschwindigkeit schneller ans Ziel kommen als durch ständiges Beschleunigen und Abbremsen – und dabei sparen Sie auch noch Diesel.

Vierhaus: Ok. Da bin ich ja mal gespannt.

Siewert: Wichtig ist auch, dass Sie so viel wie möglich mit eingeschaltetem Tempomaten fahren und dabei nicht manuell beschleunigen. Außerdem gilt: Fahren Sie möglichst niedertourig und gleichmäßig. Sie sind zurzeit häufig mit einer Drehzahl von 1.600 unterwegs. Ideal wäre es, wenn Sie 1.400 Umdrehungen nicht überschreiten. Mit einer höheren Drehzahl steigt nämlich bei gleicher Geschwindigkeit der Kraftstoffverbrauch.

Vierhaus: Das probiere ich gerne aus, aber das wird nicht ganz einfach. Ich fahre seit 41 Jahren Lkw und habe mir diese Fahrweise über all die Jahre angewöhnt ...

Siewert: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich fahre selbst seit 1978 Lkw. Aber glauben Sie mir, es lohnt sich, diese Gewohnheiten zu durchbrechen. Das ist zunächst anstrengend, aber letztlich ist ein gleichmäßiger Fahrstil auch für Sie entspannter. Und Sie sind ja bereits ein sehr guter Fahrer. Jetzt müssen Sie nur noch den ein oder anderen kleinen Trick beachten.

Vierhaus: Zum Beispiel?

Siewert: Da wäre etwa die Sache mit dem Schub. Momentan fahren Sie nur etwa drei Prozent der Strecke im Schubbetrieb. Da ist noch erheblich Potenzial nach oben. Sie wissen ja, dass Sie im Schubbetrieb keinen Tropfen Diesel verbrauchen. Wenn Sie also eine Strecke von 10.000 Kilometern fahren, entspricht das zurzeit 300 Kilometern ohne Kraftstoffverbrauch. Sie könnten aber bis zu 20 Prozent mit Schub fahren, zum Beispiel wenn Sie bergauf fahren und dann kurz vor der Bergkuppe den Tempomaten ausschalten. So nutzen Sie den Schubantrieb optimal.

Herr Vierhaus, ich rufe Sie nächste Woche wieder an und dann sprechen wir über Bremstechniken, Motorstandlaufzeiten und schauen uns an, welche Punkte sie schon umsetzen konnten. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute und sichere Fahrt.

Vierhaus: Vielen Dank und bis nächste Woche!

Josef Vierhaus hat sich als Musterschüler entpuppt: Nach drei Monaten Coaching mit dem Connected CoDriver-Programm ist es ihm gelungen, seinen Kraftstoffverbrauch von 31 auf 24,7 Liter pro 100 Kilometer zu senken.

Maximal effizient: ein Training mit dem Connected CoDriver

MAN-Fahrtrainer Hugo Siewert und Alex Becker im Büro

Alltag im Connected CoDriver-Training

Die MAN-Fahrtrainer Hugo Siewert (l.) und Alex Becker bei der Arbeit.

Blick auf Computer mit Connected CoDriver-Programm

Voller Einblick

Im Connected CoDriver-Programm werden die Fahrerdaten auf die Computer übertragen und von den MAN ProfiDrive-Trainern ausgewertet.

Fahrtrainer Hugo Siewert und Alex Becker

Teamwork

Hugo Siewert (l.), Alex Becker und weitere Trainer von MAN ProfiDrive schulen mittlerweile 1.000 Fahrer mit Connected CoDriver.

Josef Vierhaus vor seinem MAN Lkw

Guter Fahrer

Josef Vierhaus fuhr bereits sehr gut, durch das Connected CoDriver-Training konnte er den Kraftstoffverbrauch noch weiter senken – von 31 auf 24,7 Liter pro 100 Kilometer.

Josef Vierhaus mit dem Inhaber von Timeflextrans Guido Rölver

Der Chef ist begeistert

Für Guido Rölver, Inhaber der Timeflextrans GmbH, zahlt sich die Fahrerschulung mit dem Connected CoDriver voll aus: „Wenn alle wüssten, wie gut die Schulung funktioniert, würde sie längst jeder machen.“

MAN-Fahrzeuge der Timeflextrans GmbH

Effizienter MAN-Fuhrpark

Bei den Linienfahrzeugen erzielte die Timeflextrans GmbH durch das Fahrtraining fast zehn Prozent Kraftstoffeinsparung.

Bilder © Elke Maria Latinovic

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