Innovation  |  Technologie 

Mit der Flughafen-Feuerwehr im Einsatz

Mehr als 200 Feuerwehrmänner sorgen für die Sicherheit am Münchner Flughafen. Bei ihren Löschfahrzeugen setzen sie immer auf die neueste Technik – so auch beim HLF 20 von MAN.

MAN HLF 20 neben der Startbahn am Münchner Flughafen

Heute ist Prüfungstag. Elf junge Feuerwehrmänner müssen beweisen, dass alle Handgriffe sitzen, denn im Notfall zählt jede Sekunde. Sie stehen am hinteren Teil des neuen MAN Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs HLF 20, das für den Gebäudebrandschutz am Flughafen München eingesetzt wird. Dazu gehört so gut wie jedes Gebäude am Flughafen. Die Rauchmelder in jeder Halle, in jedem Raum belaufen sich mittlerweile auf 65.000 Stück. „Wir haben eine Einzelmeldung-Erkennung, und für jeden einzelnen Melder gibt es einen Lageplan“, erklärt Gruppenführer Lars Boehlkau.

Die neueste Technik

Die Gruppe schaut auf den Computerbildschirm, der oberhalb der Löschausgänge im Wagen angebracht ist, der 2000-Liter-Tank wird aufgefüllt. Die gesamte Pumpenleistung läuft über das Computersystem, und auch alle Befehle werden darüber ausgeführt. Im hinteren Bereich des fast neun Meter langen Gefährts werden die Entscheidungen zum Löschen getroffen. Im mittleren Abschnitt ist alles deponiert, was zur Hilfeleistung eingesetzt wird, etwa ein Stromaggregat, um den Lichtmast auf dem Dach bei Dunkelheit zu betreiben. Oder das hydraulische Rettungsgerät, das eingesetzt wird, wenn eine Person eingeklemmt ist.

Es geht immer um Zeit

Jeder Feuerwehrmann muss jedes Löschfahrzeug bedienen können. Darum wird das in Form einer Prüfung abgenommen. „Wenn ich als Gruppenführer sage, ich brauche Wasser oder Schaum, dann muss das reibungslos funktionieren“, sagt Lars Boehlkau, der Chef der Gruppe. Er steht etwas im Hintergrund und beobachtet das Geschehen im südlichen Teil der Feuerwache. Der Tank ist fast voll, der blaue Balken auf dem Display füllt sich schnell. Ein gutes halbes Jahr ist der MAN HLF 20 im Einsatz, und die Pumpe ist bereits 49 Stunden gelaufen.

Die neueste Technik auf dem Markt

Als Gruppenführer fährt Boehlkau die Einsatzwagen nicht mehr selber, aber heute testet er den HLF 20 Diesel mit Sechszylinder-Technik und Euro 6. Es sei immer wieder aufregend, wenn ein neues Löschfahrzeug angeschafft werde. „Das ist derzeit die neueste Technik auf dem Markt, das interessiert uns natürlich alle.“ Als die Türen zu sind und die Geräuschkulisse aus Diesel- und Flugzeugmotoren verstummt ist, fährt Lars Boehlkau los. Sofort fällt auf, wie leise es im Inneren des HLF 20 ist. Auch auf dem Flughafengelände gibt es Verkehrsregeln, die wichtigste ist: Die Flieger haben immer Vorfahrt. Flughafenbusse, Gepäck- und Lastwagen mit überdimensionalen Ladeflächen kreuzen die Fahrbahn, rechts und links stehen die Flugzeuge Flügel an Flügel, aus der Nähe wirkt alles viel größer. Vor der Turbinenprüfhalle stoppt Lars Boehlkau. Die Turbinen einer Boeing werden getestet. „Da müssen wir warten, das würde die gut 20 Tonnen Gewicht des Fahrzeugs wegblasen.“

Kein Tag ist wie der andere

Zum Zuständigkeitsbereich der Flughafen-Feuerwehr gehört auch das Tanklager mit einem Volumen von 30.000 Kubikmetern, das zweimal täglich mit großen Tankkesselwagen befüllt wird. Das Tanklager fällt unter die Störfall-Verordnung wie die Kernkraftwerke, da die Umweltbelastung immens wäre, wenn etwas passieren würde. Auch der unterirdische S-Bahn-Bereich, der an den Flughafen angrenzt, sowie die Autobahn stehen unter dem Schutz der Flughafen-Feuerwehr. Täglich bewegen sich rund 120.000 Menschen auf dem Flughafen, da geht schon mal der ein oder andere Rauchmelder los. Im Einsatzwagen ist immer ein Kanister Wasser mit an Bord – mehr braucht es für brennende Mülleimer nicht. Letzte Woche ist in einem Frachtraum aufgrund eines technischen Defekts ein größeres Feuer ausgebrochen, und Boehlkau und seine Männer waren rund drei Stunden damit beschäftigt, den Brand zu löschen. „Es war sehr viel Papier in dem Frachtraum gelagert, da mussten wir noch am nächsten Tag nachlöschen. Aber glücklicherweise haben wir in den letzten Jahren keine größeren Einsätze gehabt, auch nicht bei den Flugzeugen.“ Trotzdem rücken die Feuerwehrleute so gut wie täglich aus, sobald eine Störung auftaucht. Wie heute Morgen im Fall des Flugzeugs, bei dem der Pilot nicht ganz sicher war, ob die Triebwerke bei der Landung reibungslos funktionieren würden. Da stehen die Löschfahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr sofort am Rollfeld. „Es war dann doch alles in Ordnung. Das ist zum Glück meistens der Fall“, so Lars Boehlkau. Und auch die jungen Feuerwehrmänner haben ihre Prüfung am HLF 20 reibungslos bestanden. Zum Schluss wird das Fahrzeug von der Mannschaft noch gewaschen und ist für den nächsten Einsatz bereit.

Lars Boehlkau in der Halle des Gebäudebrandschutzes

Stolzer Chef

Gruppenführer Lars Boehlkau sorgt dafür, dass seine Mannschaft, das Equipment und die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind.

Junge Feuerwehrmänner bei der Prüfung am MAN HLF 20

Jeder Handgriff zählt

Elf junge Feuerwehrmänner werden am MAN-Löschfahrzeug geprüft. Im Ernstfall müssen sämtliche Abläufe sitzen.

Bordcomputer im Heck des HLF 20

Steuereinheit

Über den Bordcomputer im Heck werden die Pumpenleistung und alle anderen Löschbefehle gesteuert.

MAN-Löschfahrzeug mit Feuerwehrmännern

Testlauf

In voller Montur proben die Prüflinge die Bedienung des Bordcomputers und die Handhabung des Löschschlauchs.

MAN HLF 20 auf dem Gelände des Gebäudebrandschutzes

Neuzugang

Das MAN Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 ist das jüngste Mitglied in der Flotte des Gebäudebrandschutzes am Münchner Flughafen.

Fahrt über den Flugplatz

Streng geregelt

Auf dem Flugplatz gelten die Verkehrsregeln, doch die Flugzeuge haben immer Vorfahrt.

Feuerwehrmann an Flugzeugattrappe

Wasser marsch

An einer lebensgroßen Flugzeugattrappe können die Feuerwehrmänner für Einsätze auf dem Rollfeld trainieren.

Bilder: © Oliver Soulas

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