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Rallye Dakar - Extremer Einsatz in der Wüste

Bei der Rallye Dakar sind seit dem 5. Januar 2014 Lkw unter Extrembedingungen bis an ihre Grenzen gefahren. Ein erfahrenes MAN-Serviceteam sorgte dafür, dass die Rennteams schnell und sicher ins Ziel kamen.

MAN Truck bei der Rallye Dakar

Heiße Wüstenluft, steinige Pisten, Geröll und Staub – wenn der MAN-Mechaniker Hans Echter an die härteste Rallye der Welt denkt, spürt er förmlich den Sand der Atacama-Wüste zwischen den Zähnen. Oft hat er die Rallye Dakar schon miterlebt, genug bekommt er davon noch lange nicht.

Bei der Rallye Dakar fahren nicht nur Autos und Quads, auch mit Motorrädern und Trucks wird das berühmte Rennen bestritten. Insgesamt waren zwischen dem 5. und 18. Januar 2014 rund 70 MAN-Trucksauf der Rallye Dakar im Einsatz, 16 davon Race-Trucks von unterschiedlichen Teams. Über 2700 Kilometer führt die Rallye Dakar durch Argentinien, Bolivien und Chile. Hans Echter kennt die extremen Bedingungen und die Belastungen für die Lkw sehr genau. Schon seit 2006 verlassen sich die Rennteams auf ihn und seine Kollegen Hans-Werner Nell und Josef Kreppold. Die drei Mitarbeiter des MAN Versuches in München gehören mit ihrem Service-Truck zum Werksteam von MAN.

Das MAN-Serviceteam arbeitet Tag und Nacht für den Erfolg

Bei der Rallye haben die Rennteams zusätzlich zu ihren Racetrucks auch Service-Trucks dabei, um ihre Rennfahrzeuge immer perfekt in Schuss zu halten. Die Mechaniker in diesen Service-Trucks gehören zum Team.

Echter, Nell und Kreppold dagegen leisten nicht nur Support für die kundeneigenen MAN-Rallye-Trucks, sie unterstützen auch die anderen MAN-Service-Trucks, sind sozusagen deren Back-up. Der MAN Service-Truck bringt dabei bis zu zwölf Tonnen Zuladung auf die Waage und hat 1.500 Ersatzteile an Bord.

Auf der Rallye Dakar kommt den Service-Crews der Teams eine besonders fordernde Aufgabe zu: Die Arbeit beginnt abends, wenn alle Rennfahrzeuge am Etappenziel angekommen sind. Je nach Anzahl und Art Schäden wird bis vier Uhr morgens gearbeitet; geschlafen wird abwechselnd auf der Fahrt zum nächsten Biwak. Aber auch tagsüber muss das Team hellwach und schnell zur Stelle sein, wenn es technische Probleme auf der Strecke gibt.

MAN-Rallye-Truck in der Wüste von Dakar
Auf und Abseits der Piste fahren Renn-Lkw wie der von VEKA bis an ihr Limit.

Assistenz-Trucks sind die Helfer auf der Piste

Echter und sein Team dürfen allerdings nicht auf der Rennstrecke Support leisten. Denn laut Reglement dürfen sich auf der Rallye Dakar nur die Fahrer gegenseitig unterstützen. Doch die Teams behelfen sich mit einem Trick: Einige der Service-Lkw fahren im Rennen mit. Die einzige Aufgabe dieser sogenannten Assistenz-Trucks ist es, die schnellen Fahrzeuge ihrer eigenen Teams bei Pannen zu unterstützen.

So wird beispielsweise der Renn-Truck des X-raid-Teams von zwei MAN-Assistenz-Trucks begleitet. Das spart Zeit: Nur etwa 30 bis 40 Minuten muss ein Rennfahrer von X-raid auf den Service-Truck warten, vier Minuten dauert ein Reifenwechsel. Das niederländische VEKA-Team setzt neben fünf MAN-Renn-Trucks zwölf MAN-Service-Lkw ein.

Der schnellste Fahrer und das beste Service-Team gewinnen

Jede Minute entscheidet bei der Rallye Dakar über Sieg oder Niederlage. Deswegen ist der Service auf der Rallye immens wichtig. Ohne die zuverlässigen Service-Trucks und den unermüdlichen Einsatz der Mechaniker lässt sich die Rallye Dakar nicht gewinnen.

Für MAN selbst ist die Rallye Dakar ein gutes Experiment, etwa um das Verhalten von Traktionsfahrzeugen im Gebirge oder auf besonders schwierigem Gelände zu testen. „Wir haben spezielle Stoßdämpfer", sagt Echter, auch andere Einzelteile der Trucks wurden den Gegebenheiten angepasst. "Aber 90 Prozent der Trucks entsprechen dem Serienfahrzeug", betont Echter.

Bei der Rallye Dakar 2014 waren zwei MAN-Fahrer unter den Top Ten.

Zur offiziellen Website der Rallye Dakar

Logistische Meisterleistung: 1500 Ersatzteile - ein Truck

Bereits zwei Monate vor dem Startschuss der Rallye Dakar wurde der MAN-Service-Truck beladen und nach Argentinien verschifft. Wir haben das Serviceteam beim Packen in Deutschland begleitet.

Hans Echter, Hans-Werner Nell und Josef Kreppold beladen den MAN-Service-Truck für die Rallye Dakar 2014.

Hans Echter, Hans-Werner Nell und Josef Kreppold (v. l.) beladen den Service-Truck für die Rallye Dakar 2014. Mehr als 1.500 Lkw- Einzelteile verstauen die drei Mechaniker der MAN-Versuchsabteilung in München. Insgesamt drei Wochen werden sie mit dem Truck vor Ort unterstützen.

Der MAN Service-Truck bekommt bis zu zwölf Tonnen Zuladung auf die Waage.

Hinter der ausklappbaren Seitenfront des Allrad-Lkw sortiert das Team Windschutzscheiben, Stoßdämpfer, Kupplungen, Einspritzdüsen und elektronische Bauteile in Fächer. Dadurch bekommt der Truck bis zu zwölf Tonnen Zuladung auf die Waage.

Das MAN-Service-Team belädt den Service-Truck.

Reifen und Bremsen, die am stärksten verschleißenden Teile bei der Dakar, haben die Rennteams selbst reichlich an Bord. Um den Rest kümmert sich das MAN-Serviceteam. Damit in der Wüste nicht viel Zeit verloren geht, müssen die Schubladen genau sortiert werden.

Josef Kreppold überprüft die Funktion des bordeigenen Stromerzeugers des MAN-Service-Trucks.

Während unten weiter eingeräumt wird, überprüft Josef Kreppold die Funktion des bordeigenen Stromerzeugers. Bei der Dakar beginnt die Arbeit des Teams abends, wenn alle Rennfahrzeuge am Etappenziel angekommen sind.

Ein MAN-Mitarbeiter überprüft die Scheinwerfer der Bullbars.

Abends wird es in der Wüste schnell stockdunkel. Die stabilen Bullbars mit zusätzlichen Scheinwerfern geben mehr Sicherheit.

Ein MAN-Mitarbeiter prüft den Service-Lkw.

Zuverlässigkeit steht an allererster Stelle, der Service-Lkw darf auf keinen Fall ausfallen. Die Bedingungen vor Ort sind extrem. Deswegen wird jede Schraube noch einmal geprüft und festgezogen.

Joosef Kreppold in seiner rollenden Werkstatt im MAN Service-Truck.

Josef Kreppold in seiner rollenden Werkstatt. Von hier aus unterstützt er die MAN-Trucks während der Rallye Dakar. Denn zwischen den Anden und der Atacama-Wüste kann so einiges kaputt gehen.

Hans Echter im Service-Truck von MAN.

Hans Echter freut sich über einen aufgeräumten Service-Truck. Jetzt kann es für ihn wieder richtig losgehen in Südamerika. Seit 2006 ist er regelmäßig bei der Rallye Dakar dabei.

Hans-Werner Nell am Steuer des Service-Lkw.

Hans-Werner Nell in vertrauter Position. In der Wüste wird er viel Zeit hinter dem Lenkrad, an und unter Trucks verbringen.

Das MAN-Service-Team für die Rallye Dakar

Der Service-Truck ist gepackt und steht bereit, das Serviceteam freut sich auf ein spannendes Abenteuer in der Wüste. Wie das Rennen ausging, erfahren Sie hier.

Wie das Rennen ausging, erfahren Sie hier.

Bilder © Oliver Soulas

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