Tradition  |  Technologie 

Schwebendes Industriedenkmal

Sie ist schon über hundert Jahre alt und noch immer eines der sichersten und zuverlässigsten Verkehrsmittel der Welt: die Wuppertaler Schwebebahn. Mit ihrem Bau schuf MAN einen Meilenstein im modernen Stahlbau.

Die Wuppertaler Schwebebahn 1901

Anton Rieppel entwarf für die Wuppertaler Schwebebahn neue Sonderteile, um die Konstruktion vor Hochwasser und Pendelbewegungen zu schützen und die Stromversorgung sicherzustellen. Diese ließ er für M.A.N. unter dem Namen „Rieppel-Träger“ patentieren.

Am 27. Juni 1903 war der Bau schließlich komplett abgeschlossen, zuvor hatte schon Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich das neue – und, wie sich später herausstellen sollte, sehr zuverlässige – Massentransportmittel getestet. Insgesamt verarbeitete man für den Bau 19.200 Tonnen Eisen. 472 Eisenstützen waren für die gesamte Strecke nötig. Die Baukosten für dieses Großprojekt lagen bei rund 16 Millionen Goldmark.

Die  Wuppertaler Schwebebahn auf dem Titelblatt der Zeitschrift „Verkehr und Technik“ im Jahr 1959
Ein technisches Meisterstück: Die Wuppertaler Schwebebahn im Jahr 1900

Kaiser Wilhelm II. und seine Gattin Auguste Viktoria waren die ersten Passagiere im neuen Transportmittel.

Die Stadt Wuppertal südlich des Ruhrgebiets hat ein ganz besonderes Wahrzeichen, das es in dieser Form kein zweites Mal in Deutschland gibt: die Wuppertaler Schwebebahn. Konstruiert und gebaut wurde das „Einschienige Hängebahn System Eugen Langen“ – so der offizielle Name – um 1900 von MAN-Technikern. Das aufwändige Trägergerüst entwickelte in den Jahren 1895 bis 1896 Anton von Rieppel, der Direktor des MAN-Vorgängerunternehmens Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg. Die Schwebebahn ist nicht die einzige technische Meisterleistung des studierten Ingenieurs: Unter seiner Leitung wurde zur selben Zeit auch die Müngstener Brücke konstruiert.

Die Investition von damals hat sich gelohnt: Bis heute ist die Schwebebahn im Nahverkehr der Stadt Wuppertal in Betrieb und verbindet die Stadtteile Oberbarmen und Wuppertal-Vohwinkel miteinander. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark durch Bombentreffer beschädigt, ging aber schon im Frühjahr 1946 wieder in Betrieb.

Die Züge der Wuppertaler Schwebebahn wurden nach und nach durch neuere Modelle ersetzt – aber ein Originalwaggon ist noch für besondere Anlässe in Gebrauch: Der sogenannte „Kaiserwagen“ von Kaiser Wilhelms Probefahrt vor über 100 Jahren.


Modernes Transportmittel: Überraschende Fakten zur Wuppertaler Schwebebahn

Wuppertaler Schwebebahn über dem Flussbett der Wupper

Schweben über dem Wasser

Auf einem zehn Kilometer langen Teilstück schweben die Züge in zwölf Metern Höhe über dem Flussbett der Wupper. Die restlichen 3,3 Kilometer legen sie in acht Metern Höhe über Straßen zurück.

Wuppertaler Schwebebahn

Schwerer Stahl

Die historisch intakte Konstruktion der Wuppertaler Schwebebahn besteht aus 472 Stahlträgern und hat eine Länge von 13,3 Kilometern.

Schwebebahn über einer Straße in Wuppertal

Wuppertal von oben

Wer die gesamte Strecke der Schwebebahn abfährt, der braucht mit kurzem Warten an den insgesamt 20 Haltestellen insgesamt etwa 30 Minuten.

Schwebebahn in Wuppertal

80.000 Fahrgäste täglich

Pro Jahr verzeichnen die Wuppertaler Stadtwerke als Betreiber mehr als 23 Millionen Fahrgäste - die Schwebebahn transportiert täglich also bis zu 80.000 Menschen.

Diese Seite teilen
teilen Auf Facebook teilen
tweet Auf Twitter teilen
Auf LinkedIn teilen

MAN #TRUCKLIFE

Werden Sie Teil einer großen Gemeinschaft und teilen Sie Ihre Leidenschaft für MAN Trucks, Effizienz und Dynamik mit vielen anderen Fahrern.

Hier geht’s zur Community