Tradition 

Wasser marsch!

Feuerwehrfahrzeuge von MAN sind seit fast 100 Jahren im Einsatz.

Historisches Feuerwehrfahrzeug

Kein Verdeck, ein schneckenförmiges Horn mit Gummibalg als Hupe und am hinteren Ende eine Haspel mit Schlauch: So sah eines der ersten Feuerwehrfahrzeuge aus dem Jahr 1917 von MAN aus. Die Besatzung war stolz, bis zu zehn Mann hatten auf dem damals modernen Einsatzfahrzeug Platz. Seit fast 100 Jahren hat MAN Erfahrung mit dem Bau von Fahrzeugen, die täglich helfen, Leben zu retten.

Verfolgen Sie, wie sich die Fahrzeuge im Laufe der Zeit verändert haben:

Feuerwehrfahrzeug vom Typ M.A.N-Saurer

„Man kann doch nicht mit einem hochentzündlichen Benzintank an einen Brandherd fahren“ – das war die Meinung vieler Experten, als die ersten Feuerwehrfahrzeuge gebaut wurden. Doch sie sollten eines besseren belehrt werden. Ab 1915 bot MAN gemeinsam mit dem renommierten Schweizer Hersteller Saurer (als Lastwagenwerke M.A.N. – Saurer) die ersten Feuerwehrfahrzeuge vom Typ M.A.N.-Saurer an. Die Pumpe war auf dem Fahrgestell montiert, auch Schläuche, Leitern und andere Löschgeräte hatten bereits auf dem Fahrzeug Platz. Die Pumpen konnten damals beachtliche 600-2000 Liter Wasser pro Minute fördern.

Dass sich MAN die Branchenkompetenz selbst aufbaute, lohnte sich. Ab 1916 lieferte MAN sechs der Fahrzeuge an die Freiwillige Feuerwehr München und acht an die Berufsfeuerwehr München. Auch die Stadt Augsburg stellte 1922 drei Fahrzeuge von MAN in ihren Dienst.

Feuerwehfahrzeug vom Typ KVB

Das Jahr 1925 war für MAN von besonderer Bedeutung. Der erste im eigenen Haus neu konstruierte Lastwagen KVB verließ die Werkshallen. Durch den langen Radstand und Aufbau hatten darauf viele Geräte Platz.Dieses Fahrzeug erhielt 1929 auch die Werkfeuerwehr der Gutehoffnungshütte. Die Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb (kurz GHH) war einer der bedeutendsten Montan- und Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Oberhausen im Ruhrgebiet. Als reiner Hüttenbetrieb gegründet, expandierte die GHH und wandelte sich im 20. Jahrhundert zum größten Maschinen- und Anlagenbauer Europas, übernahm 1921 die M.A.N. und ging schließlich 1986 im heutigen MAN-Konzern auf.

Feuerwehrfahrzeuge aus dem Jahr 1936

1933 zündete MAN auf der Berliner Automobilausstellung ein Feuerwerk an Neuerungen. Der neue Z1 war für drei Tonnen Nutzlast ausgelegt und das erste Feuerwehrfahrzeug mit Dieselantrieb von MAN. Der 6-Zylinder-Motor hatte bereits 70 PS.

MAN Feuerwehrfahrzeug aus den 50er Jahren

MAN durfte ab 1938 durch den „Schell-Plan“, durch den die damalige Regierung eine Typenreduzierung bei Automobilen anstrebte, nur schwere Lastwagen bauen. Die Feuerwehren brauchten aber vor allem leichtere Fahrzeuge. Daher dauerte es bis Ende der 50er-Jahre, bis sich MAN erneut bei Feuerwehrfahrzeugen positionieren konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige wenige Modelle der MK-Baureihe von MAN eingesetzt. Nürnberg hatte einen Rüstkranwagen, der insgesamt zehn Tonnen hob.


Ende der 50er-Jahre brach eine goldene Zeit für Feuerwehrfahrzeug-Bauer an. Viele Berufsfeuerwehr-Fuhrparks deutscher Großstädte mussten erneuert werden.

Feuerwehrfahrzeug der Hauber-Generation

Mit der „Hauber“-Generation der Sechzigerjahre hat sich MAN erstmals in vielen Märkten als Fahrgestellanbieter für Feuerwehrfahrzeuge positioniert. MAN konnte liefern, was die Feuerwehren brauchten: Allradantrieb und starke Motoren mit 150 PS. Dank der neuen Motorentechnologie startete der Motor in Sekundenschnelle, so konnten die Feuerwehren sofort ausrücken, ohne Zeit zu verlieren. Anfang der 70er-Jahre modernisierte MAN den Kurzhauber, seine Motorleistung stieg auf 192 PS. Die neue Haube ließ sich in einem Stück hochklappen – ein Vorteil für die Mechaniker.

Feuerwehrfahrzeug der M-Baureihe vor dem Münchner Olympiastadion

1985 gingen die letzten Haubenwagen an die Feuerwehren Nürnberg und Feldkirchen bei München. Zugleich schlug MAN mit dem Frontlenker ein neues Kapitel in der Geschichte der Feuerwehrfahrzeuge auf. Die neue M-Baureihe verlieh MAN bei Einsatzfahrzeugen einen guten Namen. Oft stehen die Einsatzfahrzeuge über Jahrzehnte im täglichen Alarmdienst.

MAN Feuerwehrwagen im Einsatz

Bei der Bekämpfung der Flut im Juni 2013 haben Fahrzeuge von MAN einen wichtigen Beitrag geleistet. Tausende Feuerwehrleute waren mit ihren MAN zu den Unglücksorten unterwegs. Um sich den Weg durch überflutete Straßen zu bahnen, Tonnen von Schutt abzutransportieren und die Hilfsmannschaften von Einsatzort zu Einsatzort zu bringen, setzten das Technische Hilfswerk (THW) und Bundeswehr MAN-Allradgiganten ein, die auch in Wassertiefen bis 1,20 Meter dauerhaft arbeiten können. MAN TGAs sorgten als Bundeswehr-Sanitätsfahrzeuge für die Gesundheitsversorgung der Bewohner. Das THW brachte seine Einsatzkräfte mit Fahrzeugen der Baureihe MAN TGM 4x4 zu den Einsatzorten und rückte zusammen mit der Feuerwehr zum Auspumpen von Kellern an. Insgesamt waren bei den Hilfskräften rund 3000 MAN-Fahrzeuge im Dauereinsatz – von 30 Jahre alten Einsatzfahrzeugen bis zum modernen Spezialgerät, das etwa große Einsatzboote des THW verladen und transportieren kann.

Feuerwehrfahrzeug von MAN

Zukunftstauglich – mit Euro 6

Heute ist MAN mit den Baureihen TGL, TGM und TGS sehr stark auf dem deutschen Markt für Feuerwehrfahrzeuge vertreten. Neben Straßenantrieb gibt es die Fahrzeuge auch mit Allradantrieb – um auch schwieriges Gelände zu meistern. Alle Baureihen der MAN Feuerwehrfahrzeuge entsprechen der Abgasnorm Euro 6.

Diese Seite teilen
teilen Auf Facebook teilen
tweet Auf Twitter teilen
Auf LinkedIn teilen

Effiziente Power und Robustheit

Der Brand- und Katastrophenschutz braucht Einsatzfahrzeuge, auf die Verlass ist. MAN Fahrzeuge sind effizient, zuverlässig und sicher.

Feuerwehrfahrzeuge von MAN in Deutschland