Im Interview  |  Innovation 

„Meilensteine für einen sicheren und effizienten Stadtverkehr“

Im Forschungsprojekt UR:BAN entwickelt MAN gemeinsam mit 31 Partnern Lösungen für den Straßenverkehr in der Stadt.

Fahrsimulator von MAN

Im Verbundprojekt UR:BAN haben sich 31 Partner aus der Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik-, Kommunikations- und Softwarefirmen, Universitäten sowie Forschungsinstitute und Städte zusammengeschlossen, um Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für die Stadt zu entwickeln. Eberhard Hipp, ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Research der MAN Truck & Bus AG und UR:BAN-Koordinator im Gespräch über Innovationen und vorausschauendes Verkehrsmanagement im Stadtverkehr der Zukunft.

MAN

Herr Hipp, was können Assistenzsysteme dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Nutzfahrzeugen im innerstädtischen Verkehr zu erhöhen?

Herr Hipp, was können Assistenzsysteme dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Nutzfahrzeugen im innerstädtischen Verkehr zu erhöhen?

Eberhard Hipp

Es geht uns um die Vernetzung von Informationen, über die der Fahrer nicht ohne weiteres verfügt. Zum Beispiel die Schaltzeiten von Ampeln oder aktuelle Verkehrsstörungen. Weil Assistenzsysteme solche Informationen in Echtzeit verarbeiten, können sie vorausschauender als der Fahrer reagieren und ihm strategische Lösungsvorschläge aufbereiten, ihn in kritischen Situationen warnen oder auch gegebenenfalls automatisch eingreifen.

Es geht uns um die Vernetzung von Informationen, über die der Fahrer nicht ohne weiteres verfügt. Zum Beispiel die Schaltzeiten von Ampeln oder aktuelle Verkehrsstörungen. Weil Assistenzsysteme solche Informationen in Echtzeit verarbeiten, können sie vorausschauender als der Fahrer reagieren und ihm strategische Lösungsvorschläge aufbereiten, ihn in kritischen Situationen warnen oder auch gegebenenfalls automatisch eingreifen.

MAN

MAN arbeitet im Forschungsprojekt UR:BAN an den drei Säulen „Vernetztes Verkehrssystem“, „Kognitive Assistenz“ und „Mensch im Verkehr“. Wo liegt deren Bedeutung aus Sicht der Fahrzeugentwicklung und vor allem für die MAN-Kunden?

MAN arbeitet im Forschungsprojekt UR:BAN an den drei Säulen „Vernetztes Verkehrssystem“, „Kognitive Assistenz“ und „Mensch im Verkehr“. Wo liegt deren Bedeutung aus Sicht der Fahrzeugentwicklung und vor allem für die MAN-Kunden?

Eberhard Hipp

Unser Ziel ist es, mit innovativen Systemen und neuen Technologien das immer komplexere Verkehrsgeschehen um das Fahrzeug herum zu analysieren, daraus verbrauchsoptimale Fahrstrategien abzuleiten, Gefahrensituationen zu erkennen und den Fahrer vor möglichem Fehlverhalten zu schützen. Wir wollen damit einen erheblichen Beitrag zu mehr Effizienz und Sicherheit im Straßenverkehr leisten.

Unser Ziel ist es, mit innovativen Systemen und neuen Technologien das immer komplexere Verkehrsgeschehen um das Fahrzeug herum zu analysieren, daraus verbrauchsoptimale Fahrstrategien abzuleiten, Gefahrensituationen zu erkennen und den Fahrer vor möglichem Fehlverhalten zu schützen. Wir wollen damit einen erheblichen Beitrag zu mehr Effizienz und Sicherheit im Straßenverkehr leisten.

MAN

Immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit verarbeiten: Was bedeutet dies für den Fahrer und das Verkehrsgeschehen in der Stadt?

Immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit verarbeiten: Was bedeutet dies für den Fahrer und das Verkehrsgeschehen in der Stadt?

Eberhard Hipp

Der Fahrer darf nicht mit Informationen überfrachtet werden. Das ist eine der wesentlichen Aufgaben des Teilprojekts „Mensch im Verkehr“. Die Informationen müssen auf das Notwendige reduziert und dem Fahrer intuitiv verständlich vermittelt werden. Ziel ist, die Ablenkung des Fahrers zu minimieren. Dies ist insbesondere zu beachten, wenn neue Assistenzsysteme vom Fahrer bedient werden müssen. Der Vorteil für ihn und die anderen Verkehrsteilnehmer: Die Assistenzsysteme sind immer hellwach, ermüden nicht und können ihn so vor Gefahren warnen und im Fall des Falles blitzschnell eingreifen.

Der Fahrer darf nicht mit Informationen überfrachtet werden. Das ist eine der wesentlichen Aufgaben des Teilprojekts „Mensch im Verkehr“.  Die Informationen müssen auf das Notwendige reduziert und dem Fahrer intuitiv verständlich vermittelt werden.  Ziel ist, die Ablenkung des Fahrers zu minimieren.  Dies ist insbesondere zu beachten, wenn neue Assistenzsysteme vom Fahrer bedient werden müssen. Der Vorteil für ihn und die anderen Verkehrsteilnehmer: Die Assistenzsysteme sind immer hellwach, ermüden nicht und können ihn so vor Gefahren warnen und im Fall des Falles blitzschnell eingreifen.

MAN

UR:BAN hat in diesem Jahr Halbzeit. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Projektverlauf?

UR:BAN hat in diesem Jahr Halbzeit. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Projektverlauf?

Eberhard Hipp

Wie schon bei den Vorgängerprojekten „Aktiv“ und „Invent“ findet hier eine vorwettbewerbliche Zusammenarbeit von Herstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen statt. Diese funktioniert im Austausch unter den Experten ausgezeichnet und effizient. Weil Studien zu bestimmten Themen von den Projektpartnern gemeinsam beauftragt werden können, lässt sich oft auch die finanzielle Belastung aufteilen. Die Ergebnisse kommen der gesamten Gesellschaft zu Gute.

Wie schon bei den Vorgängerprojekten „Aktiv“ und „Invent“ findet hier eine vorwettbewerbliche Zusammenarbeit von Herstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen statt. Diese funktioniert im Austausch unter den Experten ausgezeichnet und effizient. Weil Studien zu bestimmten Themen von den Projektpartnern gemeinsam beauftragt werden können, lässt sich oft auch die finanzielle Belastung aufteilen. Die Ergebnisse kommen der gesamten Gesellschaft zu Gute.

MAN

Was erwarten Sie sich für die zweite Halbzeit?

Was erwarten Sie sich für die zweite Halbzeit?

Eberhard Hipp

Ich würde mir wünschen, dass die zweite Halbzeit so gut läuft wie die erste, daran habe ich aber überhaupt keinen Zweifel. Am Ende werden wir fahrfähige Demonstratoren zeigen können, die die neuen Funktionen erlebbar machen. Ohne Zweifel werden die Projektergebnisse einen wichtigen Meilenstein für einen sicheren und effizienten Stadtverkehr der Zukunft darstellen.

Ich würde mir wünschen, dass die zweite Halbzeit so gut läuft wie die erste, daran habe ich aber überhaupt keinen Zweifel. Am Ende werden wir fahrfähige Demonstratoren zeigen können, die die neuen Funktionen erlebbar machen. Ohne Zweifel werden die Projektergebnisse einen wichtigen Meilenstein für einen sicheren und effizienten Stadtverkehr der Zukunft darstellen.

Eberhard Hipp, ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Research der MAN Truck & Bus AG und UR:BAN-Koordinator, über die Ziele des Projekts

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